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| DBU setzt Klimakampagne fort |
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| Dienstag, den 04. Oktober 2011 um 15:55 Uhr | |||
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„Haus sanieren – profitieren“ läuft vier weitere Jahre – 2010 förderte Stiftung 263 Projekte mit 46,6 Millionen Euro Auch global spiele dabei die Umwelttechnik eine zentrale Rolle. Brickwedde: „Moderne Umwelttechnik ist unverzichtbar, um die Auswirkungen von Bevölkerungswachstum, Globalisierung und Industrialisierung der Schwellenländer auf das ‚Ökosystem Erde‘ zu begrenzen.“ 2010 habe sich die DBU stark um Energie-Projekte gekümmert – und gerade beschlossen, die BU-Klimaschutz- und Info-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ für weitere vier Jahre mit 1,3 Millionen Euro bis Ende 2016 fortzuführen. Das Thema Sparen von Energie bzw. Energieeffizienz hat laut Brickwedde auch bei anderen Projekten des Jahres 2010 eine große Rolle in der Stiftungsarbeit gespielt. Der DBU-Generalsekretär verwies auf die DBU-geförderte, energetische Sanierung der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Wismar. Der schlechte Dämmstandard und die großen Fensterflächen des 1974 in Plattenbauweise errichteten Gebäudes hätten zu hohen Wärmeverlusten im Winter und zu Überhitzungs- und Blendungsproblemen im Sommer geführt. Mit finanzieller Unterstützung der DBU wurde die Gebäudehülle saniert, eine thermische Pufferzone in Form eines Atriums errichtet, eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung eingebaut und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach angebracht. Der Endenergieverbrauch des Gebäudes, von dessen Typ es rund 300 weitere gibt, konnte um rund 65 Prozent gesenkt, der Primärenergieverbrauch auf 38 Kilowattstunden pro Quadratmeter verringert werden. Im Jahr würden nun insgesamt 135 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Ein von der DBU gefördertes Projekt der Firma Schöck (Baden-Baden), die sich auf die Entwicklung von Sandwichwänden mit integrierter Wärmedämmung spezialisiert habe, hat laut Brickwedde ebenfalls ein hohes Energieeinsparpotenzial. Beim Bau von Kellern für Einfamilienhäuser lasse sich der Energieverbrauch mit diesem System im Vergleich zum gegenwärtigen Stand der Technik um rund 30 Prozent herabsetzen. Die Neuheit des Systemaufbaus bestehe darin, dass die Wandschalen aus Beton durch glasfaserverstärkte Hohlwandanker verbunden und in einem definierten Abstand gehalten werden. Die Wände seien zudem kostengünstig, montagefreundlich und recyclingfähig. Auch ein Projekt der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) aus Hennef, das sich mit Energieeinsparungen in Kläranlagen befasse, passe in diesen Kontext. Kläranlagen gehörten zu den elektrischen Großverbrauchern und benötigten rund 4,2 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Zum Vergleich: Alle Schulen in Deutschland verbrauchen jährlich insgesamt etwa drei Milliarden Kilowattstunden. Im Ergebnis der DBU-geförderten Untersuchung seien Sparpotenziale ermittelt und konkrete Ansätze zum nachhaltigen Umgang mit Energie formuliert worden. Allein durch kurz- und mittelfristige Maßnahmen lasse sich der Energieverbrauch in Kläranlagen nun um mindestens 25 Prozent verringern, erläuterte Brickwedde. Einen weiteren Themenschwerpunkt hätten für die DBU 2010 Projekte zu erneuerbaren Energien gebildet. Die weltweit größte Umweltstiftung förderte etwa eine Machbarkeitsstudie des CUTEC-Instituts Clausthal-Zellerfeld) und des Instituts für Technische Chemie der Universität Hannover, an deren Ende die konkreten Einsatzbedingungen einer mikrobiellen Brennstoffzelle ermittelt wurden. Mit diesen Zellen lasse sich aus Abwässern in Kläranlagen Strom erzeugen, erklärte Brickwedde. Sie enthielten lebende Mikroorganismen, die über organische Verbindungen elektrischen Strom produzierten. Mittel- bis langfristig könnten mikrobielle Brennstoffzellen den Energieverbrauch von Kläranlagen deutlich verringern, wenn sie entsprechend weiterentwickelt würden, sagte Brickwedde. Ihr finanzielles Jahresergebnis habe die DBU 2010 gegenüber dem Vorjahr um gut 36 Prozent auf 97,6 Millionen Euro steigern (2009: 71,6 Millionen Euro) können, erläuterte DBU-Finanzchef Michael Dittrich. Dem Stiftungskapital seien 53 Millionen Euro als Rücklage zugeführt worden. Es betrage aktuell 1,889 Milliarden Euro und sei damit auch im Realwert, also unter Berücksichtigung der Inflation, wieder vollständig erhalten. „Wir sind zuversichtlich, dass wir in 2011 ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen und bei Fördermitteln auf gleichem Niveau trotz einer deutlich höheren Inflationsrate erneut den realen Wert des Kapitals erhalten können“, erklärte Dittrich. Im Jahr 2010 gingen bei der DBU insgesamt 1.031 Anträge und Projektskizzen ein (2009: 985). Bewilligt wurden 263 Vorhaben mit rund 46,6 Millionen Euro (2009: 312 Vorhaben mit 52,1 Millionen Euro). Damit hat die Stiftung seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit im März 1991 bis Ende 2010 insgesamt 1,4 Milliarden Euro an Fördermitteln bewilligt und damit mehr Geld in den innovativen Umweltschutz investiert als sie seinerzeit als Stiftungskapital erhalten hatte (1,288 Milliarden Euro). Die DBU ist eine der größten Stiftungen Deutschlands, in Sachen Umwelt die größte der Welt. Sie fördert die Kreativität kleiner und mittlerer Unternehmen bei der praktischen Lösung von Umweltproblemen und gibt Anreiz für ökologische Innovationen in diesen Betrieben. Die Stiftung setzt durch die Förderung umwelt- und gesundheitsfreundliche Produkte und Produktionsverfahren auf einen vorbeugenden und integrierten Umweltschutz und vergibt jährlich den mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis, der zugleich der höchstdotierte Umweltpreis Europas ist. Der Jahresbericht kann kostenlos bei der DBU bestellt werden: An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Telefon 0541/9633-0, Fax 0541/9633-190, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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